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Hier abgebildet ist der frisch abgetrennte Stengel einer blühenden Schöllkrautpflanze. Der austretende Pflanzensaft wird unter Lufteinfluß schnell dunkel. In der Signaturenlehre galt der gelbe Pflanzensaft als Hinweis auf eine Wirksamkeit bei Lebererkrankungen.
Chelidonium und die Warzenbehandlung Ein nicht zu unterschätzender Missbrauch stellt die äußerliche Anwendung der Tinktur bei Warzen dar. Das hohe toxische Potenzial des Pflanzensaftes lädt Behandler, die nur den kurzfristigen Erfolg durch lokale Anwendungen vor Augen haben dazu ein, Warzen schnell und schmerzlos weg zu bringen. Diese Art zu Denken verleugnet den übergeordneten, systemischen Teil unseres inneren "Gesundheits- bzw. Krankheitssystems", der für die Entwicklung chronischer Prozesse von großer Bedeutung ist. Die Schulmedizin sieht viele Warzenformen als Folge einer
bestimmten (Herpes-)Virusinfektion an. Es besteht aber der
begründete Verdacht, daß die in den Warzen
gefundenen Viren erst in der Folge der Warzenbildung
auftreten, also nicht ihre Ursache sind. Eine antivirale
Therapie bei Warzen ( auch mit Chelidonium-Tinktur
möglich) ist nach 200jähriger homöopathischer
Erfahrung nicht ursächlich. Um zu vermeiden, daß aus der Wegnahme von Warzen langfristig tiefergehende Störungen entstehen, muß einer (nicht immer notwendigen) äußerlichen Behandlung eine innerliche Therapie mit den passenden systemisch wirkenden Arzneien vorausgehen (oder parallel geschaltet werden). |
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