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Kaffee ist bitter - ich gesteh: Noch bitterer ist kein Kaffee. Eugen Roth
Der Meister der komischen Lyrik bringt es auf den Punkt: Kaffee ist in den westlichen Industriestaaten die meistverbreitete Droge. Das Koffein scheint an diesem "Erfolg" nur mitverantwortlich zu sein, denn der Stoff kommt auch im Tee vor, der sich bei uns nicht in dem Maße durchsetzen konnte. Koffein findet man auch in der Kolanuß, in Guarana und in einigen Ilex-Arten (die u.a. für den Mate-Tee verwendet werden). Homöopathisch werden Coffea cruda (der rohe Kaffee) und Coffea tosta (der geröstete Kaffee) verwendet, wobei die rohe Droge ein größeres Wirkungsspektrum besitzt. Kaffee wird in der Literatur als Antidot zu vielen Homöopathika genannt. Meine Einschätzung dazu ist: Die Stärke der antidotischen Wirkung ist wesentlich davon abhängig, ob die Eigensymptomatik der Kranken im Bereich der Arzneiwirkungen des Kaffees liegt (z.B. ein hoher Anteil psychischer Symptome). Ist dies nicht der Fall, wird Kaffee häufig vertragen, ohne daß es zu einer Wirkungseinschränkung der verordneten Homöopathika kommt. |
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