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Lappa arcticum

Lappa arcticum - die große Klette

Eine eher ungewöhnliche Anwendung beschreibt der folgende Artikel:

 

Arcticum lappa gegen Schlangenbisse

"Ich lebte einige Jahre in einem Theile von Derbyshire, wo Vipern sehr häufig waren. So weit ich mich erinnern kann, starben die von Vipern gebissenen Thiere beinahe immer; Hunde, Schafe und, soviel ich mich erinnere, auch eine ins Euter gebissene Kuh.

Ein alter Jagdhüter sagte uns endlich, dass die Wurzel der Klette ein specifisches Heilmittel sei, und obschon ich die Wirkungsweise nicht erklären kann, so kann ich doch versichern, dass wir von dieser Zeit an kein Thier mehr verloren haben.

Wir wendeten das Mittel als Infus an; ein Handvoll der Wurzel wurde in Meerrettig gerieben, mit 1 Liter Wasser infundirt und nach dem Erkalten den Hunden glasweise eingeschüttet, alle 2 - 3 Stunden, und der gebissene Theil mit dem Infus öfters ausgewaschen. Hunde werden gewöhnlich in die Schnauze gebissen, und ich war dabei, als der biss stattfand, und beobachtete die Symptome in der Reihenfolge wie sie auftraten.

Zuerst nach etwa 2 Minuten trat Erbrechen ein, und die schnell eintretende Aufschwellung verursachte keuchendes Athmen usw. Ich selbst trug einen meiner Lieblings-Hunde eine Meile weit oder mehr, nachdem er nicht mehr imstande war zu gehen, und sah ihn nachher wohl eine Stunde lang hilflos da liegen, bis das Infus bereitet und kühl geworden war. Ungefähr 12 Stunden später athmete er wieder durch die Nase und nach 2 Tagen konnte er wieder zur Jagd verwendet werden. Einmal wurde einer meiner Hunde schon im März gebissen, zu einer Zeit, wo Vipern nur ausnahmsweise gefunden werden, und es war sehr schwierig, Kletten zu finden. Der Gärtner aber wußte einen Platz wo Kletten wuchsen, und kannte die Wurzel genau, und so wurde der Hund gerettet."

 

Dieser Artikel erschien zunächst in der London Times, vom 12.Okt. 1868 und wurde in deutscher Übersetzung in der Internationale Homöopathische Presse, Band III, Verlag Willmar Schwabe, 1873 wiedergegeben.

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