Zur Startseite

Galerie-Index

Teilindex l

Lycopodium clavatum

Lycopodium clavatum - der Keulenbärlapp

Der Keulenbärlapp ist eine der wenigen Pflanzen, die sich in ihrer Art seit der letzten Eiszeit nicht verändert haben (vgl. Equis.).

Die Verbreitung der Pflanze ist in Deutschland in den letzten 20 Jahren sehr stark zurück gegangen, weshalb sie unter strengem Naturschutz steht. Der Bärlapp braucht einen feuchten und etwas steinigen Untergrund, wo er in Ruhe wachsen kann. Die Pflanze wächst jedes Jahr nur wenige Zentimeter. Leider läßt sich der Bärlapp durch andere Pflanzen leicht verdrängen, was bereits als Signatur wertbar ist. Die hier gezeigte Pflanze fand ich in einem Waldgebiet des Harzes bei Lauthenthal.

 

Zur Arzneiherstellung werden Samen/Sporen des Bärlapps benutzt.

In vorhomöopathischer Zeit galten sie als unarzneilich und wurden zum ummanteln von Pastillen benutzt.

Hahnemann führte die Erste Arzneiprüfung mit diesem Mittel durch. Es stellte sich dann nach und nach heraus, daß dieser scheinbar unarzneiliche Ausgangsstoff durch den Potenzierungsvorgang zu einem mächtigen Heilmittel geworden war. Nach Hahnemann ist es "eines der unentbehrlichsten Antipsorika ....

Es reicht aber darüber hinaus in die sykotischen, syphilitischen Miasmen und ist auch eines der großen antituberkulinischen Mittel.

 

Das Lycopodium ein "Männermittel" sei, halte ich für Unsinn. Genau wie Nux vomica, Pulsatilla oder Sepia können beide Geschlechter gleichermaßen von den Wirkungen dieser Arzneien profitieren.

Ausführliche Beschreibungen des Arzneibildes von Lycopodium finden sich in jeder homöopathischen Arzneimittellehre - wobei die älteren Beschreibungen häufig die genaueren /besseren sind.

 

Literatur:

- Hahnemann, S; Die Chronischen Krankheiten, Band 4

- Bönninghausen, Cl. v.; Übersicht der Hauptwirkungs-Sphäre der antipsorischen Arzneien ..

- Clarke, J.H; Der Neue Clarke (3 bändige Arzneimittellehre)

nach oben

weiter >