Naja tripudans
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Die Indische Kobra wird auch Brillenschlange genannt. Sie gehört in die Familie der Elapiden (vgl. Elaps corallinus). Es sind 10 Arten von Kobras bekannt, von denen 7 in Afrika, 2 in Indien und 1 auf den Philippinen gefunden wurden. Das Gift der Kobras soll sehr viel giftiger sein als das der Klapperschlange 15 mg des Giftes sind ausreichend, um einen Erwachsenen Menschen zu töten. Trotzdem zeigten bei einer Untersuchung von 47 nachgewiesenen Kobrabissen über 50 % der Betroffenen keinerlei Vergiftungssymptome und nur 6 Personen neurotoxische Beschwerden (H. Raid in British Medical Journal; August 1964) Die Wirkungen des Giftes der Schlange konzentriert sich auf das Nervensystem. Nach dem Biss entwickelt sich eine Lähmung, die sich von der Bisstelle über den Körper ausbreitet. Da die Schlangen meist in die Bein beißen, wird die Vergiftung als aufsteigende Lähmung erlebt, wobei der Gebissene letztlich an der Lähmung des Atemzentrums stirbt. Ist in einer solchen Situation eine künstliche Beatmung gewährleistet, so kann das Herz selbst nach Erliegen aller anderen Körperfunktionen noch über Stunden den Körper mit Blut versorgen. Diese Charakteristik scheint zunächst im Gegensatz zu der wichtigsten klinischen Indikation von Naja (als Homöopathikum) zu stehen: Angina pectoris und Herzinfarkt. In der Arzneiprüfung zeigte sich: - Ungewöhnlich starkes Schlagen des Herzens (der Puls war für den Prüfer hörbar). - Eine eigenartige Beklemmung um das Herz; Beengungsgefühl und Schmerz um die Brust. - Herzschmerzen, die sich zum linken Schulterblatt erstrecken. - Erstickungsgefühl und Würgen am Hals, schnappende Atmung; asthmatoide Zusammenziehung der Brust. - Kälte der Extremitäten oder auch des Rumpfes bei Blutandrang zum Kopf. - Heftige, meist linksseitige Schläfenkopfschmerzen, < nachts und beim Erwachen, > durch frische Luft. - Schmerzen in der Schultermuskulatur.
In einer sich über 20 Jahre erstreckenden Beobachtung von über 100 Naja-Verordnungen konnte R. Römer das Prüfungssymptom: "Schmerzen bessern sich durch Liegen auf der betroffenen Seite" korrigieren. Nach seiner Beobachtung liegen Kranke, die Naja benötigen, generell überwiegend auf der linken Seite, oder halblinks auf dem Rücken. Hierüber besteht eine Möglichkeit zur Differenzierung zu Lachesis (vermeidet die Linkslage) und Bothrops (Besserung durch Rechtslage). Ein Leitsymptom der Arznei ist ein Gefühl von gleichzeitig auftretender Einschnürung oder Enge in zwei weit von einander entfernten Organen. Verglichen werden sollte Naja mit: - Gelsemium und Conium (Verlauf der Lähmungen). - Digitalis und Spigelia (bei Herzerkrankungen).
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