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Natrium fluoratum

Natrium fluoratum

Natrium fluoratum (hier im Bild als bräunliche Kristalle zu sehen) zählt zu den "neueren Arzneien" in der Homöopathie, denn es wurde erst eingeführt, als bereits die Arzneimittellehren von Boericke, Clarke und Heinigke erschienen waren.

Geprüft wurde die Arznei 1980 von William Gutmann mit 16 Medizinstudenten. Abgesehen von gelegentlichem Hautjucken und periodisch auftretender Obstipation konzentrierten sich alle erscheinenden Symptome im Bereich des Bewegungsapparates.

Die Schmerzen wurden von den Prüfern als nagend oder stechend bezeichnet und traten meist plötzlich auf und verschwanden ebenso plötzlich wieder.

Aus der Arbeitmedizin ist bekannt, daß Arbeiter, die mit dem Abbau von Kryolith (Erz das Aluminium und Natriumfluorid enthält) häufig an rheumatischen Beschwerden leiden.

Gelenkbeschwerden von sehr unterschiedlicher Lokalisation wurde in der Arzneiprüfung beobachtet.

Aus Fütterungsversuchen mit Hunden ist bekannt, daß eine chronische Vergiftung mit Natriumfluorid zu osteoplastischen und osteoporotischen Knochenveränderungen führt.

J. Franke (Facharzt für Orthop.) berichtete in der Therapie-Woche 43/73 über seine mehrjährigen positiven Erfahrungen mit Natriumfluorid bei Osteoporose. Franke schreibt dort auch über die Knochenfluorose, die als "Industriefluorose" seit 1932 bekannt ist. Sie war schon in der DDR und auch in der BRD als Berufskrankheit anerkannt (melde- und entschädigungspflichtig) gewesen.

Als Verursacher waren die Düngemittelindustrie, Aluminiumhütten bekannt. Ebenso trat diese Erkrankung bei Personen auf, die mit der Herstellung von Flußsäure (Fluorsäure) beschäftigt waren vor. Die Symptomatik bestand vorwiegend aus einer starken Knochensklerose mit Verdickung des Knochengewebes und Knochenauswüchsen (Exostosen).

Homöopathisch bewährt ist Natrium fluoratum auch bei Morbus Paget, was ein Hinweis auf seine hohe pathologische Kraft ist.

Nachdenkliches zum Thema Zahnfluoridierung

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