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Opium

Opium

Das aus der Mohnart Papaver somniverum gewonnene Opium ist seit Jahrtausenden ein bekanntes Rauschmittel. Die medizinische Nutzung erscheint im Vergleich zu der missbräuchlichen Verwendung als Droge als eher unbedeutend, obwohl Morphium als Schmerzmittel bis heute durch keine andere Arznei ersetzbar ist.
Opium galt in früheren Zeiten als der "Schlaftrunk der Cesaren", worin sich schon andeutet, daß Politik und Drogenmissbrauch traditionell mit einander verwoben sind. Sogar Kriege wurden geführt (China - Frankreich), weil diese Droge im 18. Jahrhundert eine erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung erlangt hatte.
Im 18. Jahrhundert wurden auch die verschiedenen Alkaloide des Schlafmohns entdeckt und nach und nach in die Pharmazie übernommen. Langfristig haben aber nur Morphin und Kodein ihre Rolle in der Medzin behaupten können.

Von den verschiedenen künstlichen Derivaten des Morphins sind vor allem das Heroin und in jüngerer Zeit das Polamidon zu nennen.
Bei dem Heroin handelt es sich um einen Stoff, der auf der Suche nach einem Ausweg aus dem Morphiumsucht entdeckt wurde. Der Morphiumkonsum gegen Ende der 19. Jahrhunderts hatte in den westlichen Industrieländern eine erhebliche Ausmaße erreicht. So wurde - auch in Deutschland - industriell produziertes Heroin als neues Schmerz- und Hustenmitteln, und als Arznei gegen die Morphiumsucht verkauft.
Heute ist es das Polamidon, daß die Heroinabhängigkeit auflösen soll.

Homöopathisch wird Rohopium (der getrocknete Milchsaft der Samenkapsel des Schlafmohns) und - selten - Morphinum (Folgen von elektrischen Schlägen) verwendet.

Die Opiumwirkung führt kurzfristig durch eine Erregungsphase der willentlich beeinflußbaren Muskulatur, während es gleichzeitig zu einer Dämpfung der unwillkürlichen Muskulatur kommt. In den späteren Phasen der Vergiftung verkehren sich die Bereiche von Erregung und Dämpfung.
Auch die Lokalisation der Giftwirkung variirt mit der Dauer der Vergiftung. Bei einer akuten Vergiftung kann es zum Tod durch Lähmung des Atemzentrums kommen, während die alten Opiumraucher infolge der chronischen Vergiftung an einer Darmlähmung starben.

Die erste homöopathische Arzneimittelprüfung von Opium stammt von S. Hahnemann, der über das Mittel sagte: "Der Mohnsaft ist weit schwieriger in seinen Wirkungen zu beurtheilen, als fast irgend eine andre Arznei."

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