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Phytolacca americana L. Amerikanische Kermesbeere. Die
Pflanze ist in Nordamerika heimisch, hat aber in Phytolacca
acinosa ein in China beheimatete enge Verwandte. Wirkungsschwerpunkte: Schleimhäute, fibröse Gewebe, Drüsen Phytolacca-Kranke haben häufig eine trockene, graue Haut, sind meist verfroren und haben einen intensiven Durst. Die intensiven Schmerzen sind meist von Schwäche begleitet. |
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- Schleimhautkatarrhe mit dunkler Verfärbung der betroffenen Region. - Zahnfleischentzündungen (durch Zahnung oder auch durch Quecksilberintoxikation bedingt). Es besteht der unbeherbare Drang, die Zähne fest auf einander zu pressen. - Bei Entzündungen im Rachenbereich bestehen heftige, brennende Schmerzen mit Trockenheit von Mund und Rachen. Großer Durst, es kann aber kaum Flüssigkeit geschluckt werden. Besonders bei der Schluckbewegung entstehen heftige Schmerzen an der Zungenwurzel (schießende Schmerzen erstrecken sich zu den Ohren.) |
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Phytolacca ist bei schweren Katarrhen eine wertvolle Arznei, die sich schon vor 100 Jahren bei vielen Diphtherie-Fällen bewährte. - Tonsilitiden mit hohem Fieber. - Chronisch vergrößerte Mandeln. - Bei Entzündungen der weiblichen Brust ist
Phytolacca eine häufig indizierte Arznei. Beim
Milchstau, bzw. Mastitis kann es, wenn es indiziert ist,
einen Abszess verhüten. Die betroffene Brust ist hart,
gespannt und sehr berührungsempfindlich. Das Stillen
ist sehr schmerzhaft. Die Schmerzen breiten sich von der
Brust über den ganzen Körper aus. Auch bei einem
sehr schmerzhaften Milcheinschuss kann es hilfreich
sein. Bei chronischen Entzündungen der weiblichen Brust kann Phytolacca ebenfalls angezeigt sein. Bereits in "vorantibiotischen Zeiten" hatte sich diese Arznei bei Fisteln, Abszessen und schmerzhaften Geschwüren bewährt, wenn diese einen jauchigen Eiter entleerten. Auch bei carcinomatösen Prozessen wurde es erfolgreich angewandt. |
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- Rheumatische Schmerzen, Schießende, bohrende Schmerzen, z.T. wie elektrische Schläge durch den Körper jagend, besonders bei Personen mit hereditär syphilitischer Belastung oder durch Quecksilberintoxikation. Die Schmerzen wechseln schnell ihre Lokalisation und sind schlimmer nachts, durch Bewegung und durch Feuchtigkeit. - Knochenentzündungen; Knochenschmerzen bes. nachts, und schlechter durch feuchte Kälte. - Fersenschmerzen (vgl. Med.). |
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- Wundheitsgefühl in allen Muskeln, wie gequetscht, besonders Kopf, Rücken und Extremitäten sind betroffen; auffällig ist, daß die Kranken sich bewegen müssen, zugleich aber die Bewegung die Schmerzen verschlimmert. - Nierenentzündungen die nach exanthemischen Erkrankungen auftreten. |
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Auslöser: Einwirkung von Kälte und Feuchtigkeit. Folgen von Durchnässen
Modalitäten: > Wärme, trockenes Wetter, Ruhe, nach Schlaf. < feuchtes, kalten Wetter [Dulc, Rhus-t], kalte Räume, nachts, Aufdecken, Bewegung |
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