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Tuberkulose - Calotropis
gigantea.
Dr. Chakravanti berichtet folgenden
Fall: Eine 30jährige Frau, erblich belastet
zeigte bei der Untersuchung beiderseits vorn
Dämpfung, hauptsächlich von der dritten
Rippe aufwärts, Krepititation,
Bronchial-Athmen, vermehrten Stimmfremitus, Stechen
infraclavicular, bis nach dem linken Schulterblatt
durchgehend, brennendes Gefühl in der linken
Brust. Husten scharf, trocken, Fieber nachmittags,
Stuhl übelriechend. Auswurf grünlich,
übelriechend, eitrig, blutig. Grosse
Erregbarkeit des Herzens. Zunge mit Aphthen
bedeckt, Sprache aphonisch. Erbrechen morgens,
Schwellung der Hände und Füsse. Profuse
Nachtschweisse, Schwellung der Cervicaldrüsen.
Temperatur abends bis 38,9, Puls 110, Respiration
40, Dyspnoe, ausgebreitetes Rasseln. Es handelte
sich demnach um eine Kranke mit vorgeschrittener
Tuberkulose.
Ord.
Calotropis
gigantea D. 1
vierstündlich neben sorgfältiger
Ernährung und allgemeinen hygienischen
Massnahmen.
Nach einem Monat erhebliche
Besserung. Ord. eadem, mit gelegentlicher
Interponation von Sulfur 30. Nach einem Vierteljahr
allgemeines Wohlbefinden in Beziehung, bedeutende
Verminderung der physikalischen Krankheitszeichen.
Nach einem weitern Monat weder Bronehialatmen noch
verstärkter Stimmfremitus zu entdecken. Ein
halbes Jahr nach Beginn der Kur: alle
Krankheitszeichen verschwunden; derselbe Zustand
noch ein halbes Jahr später.
Hom. World 1901 p. 545.
(Anm. des Ref:
Calotropis
gigantea ist eine in
Ostindien vorkommende Asclepiadee, deren Milchsaft
und Wurzelrinde in ihrer Heimat viel gebraucht
werden und in ihrer Wirkung Ähnlichkeit mit
der Ipecaeuanha zeigen. Näheres s. in Clarke,
Dictionary of Mat. Med. Bd. I.) Kr.
Artikel erschienen in der Berliner Vereins
homöopathischer Ärzte, 1903, S. 111-112
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