Zum Artikelindex

Zurück zur Startseite

 

August Bier

Portrait von August Bier

August Bier (1861 - 1949) war in erster Linie Chirurg und in zweiter Linie Naturheilkundler. Trotzdem er kein Homöopath war. Hat er viel für die Homöopathie geleistet.

August Bier habilitierte bereits mit 28 Jahren mit einer Arbeit über die Darmnaht. Er war zunächst in Greifswald und Bonn tätig, um dann 1907 an die Berliner Chirurgische Universitätsklinik berufen zu werden. Er galt schnell als medizinische Persönlichkeit. Zu seinen Erfindungen gehört der Stahlhelm, der im ersten Weltkrieg tausenden Soldaten das Leben rettete. Bier entwickelte auch die Lumbalanästhesie, die er zunächst an sich selbst erprobte.

1925, A. Bier war inzwischen Geheimrat (und noch immer Professor für Chirurgie an der Berliner Charieté), veröffentlichte er in der Münchner Medizinischen Wochenschrift einen Artikel, in dem er sich positiv über die Homöopathie äußerte. Er bekannte, daß er bereits seit mehreren Jahren mit dieser Methode befaßte.

Er berichtete über seine therapeutischen Versuche mit kleinsten Gaben Schwefel bei Hauterkrankungen. Darüber hinaus sprach er sich für mehr Toleranz zwischen den einzelnen medizinischen Schulen aus.

In der Folge dieses Artikels brach ein Sturm der Entrüstung seitens seiner Berufskollegen über ihn herein. Man zweifelte an seinem Urteilsvermögen usw. Jedoch blieb A.Bier auch später seiner Meinung treu.

Als 1928 Ferdinand Sauerbruch (als Nachfolger Biers) an die Berliner Universitätsklinik berufen wurde, kursierte unter den Studenten der Spruch: "Wer etwas erleben will geht zu Sauerbruch, wer etwas lernen will geht zu Bier." Als weit über die Landesgrenzen bekannter Chirurg wagte er den Ausspruch:

Die Chirurgie ist das Eingeständnis für das Versagen der Medizin.

Am Ende seine Lebens war er nicht nur Ehrenmitglied in 15 wissenschaftlichen Gesellschaften. Ihm waren im Laufe der Jahre auch 5 Ehrendoktorhüte als Ausdruck der Anerkennung seiner Leistungen überreicht worden. Mit seinem offenen Bekenntnis zur Homöopathie hat er vielen Medizinern den Zugang zu dieser Methode erleichtert.

 

 

 

Zurück zur Startseite