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James Compton Burnett

1840 - 1901

Portrait von James Compton Burnett

James Compton Burnett wurde als Sohn eines Großgrundbesitzers in Redlynch / Wiltshire (im Süden Englands) geboren. Zur Schule ging er in England und Frankreich und studierte Philologie. Den so gewonnenen Sprachkenntnissen verdankt er seine Vertrautheit mit der deutschen und französischen homöopathischen Literatur.

Später studierte er Medizin (u.a. in Wien) und widmete sich dabei besonders der Anatomie.

Als ein Professor, bei dem er ein glänzendes anatomisches Examen bestanden hatte, ihn von seinem Entschluss, Homöopath zu werden, abbringen wollte, indem er die Überzeugung aussprach, dass ihm alle Ehren in der medizinischen Welt zufallen würden, antwortete er: Er könne sein Gewissen nicht für weltliche Ehren verkaufen.

1869 ging er nach Glasgow, wo er 1876 den Doktortitel erwarb. Seine Doktorarbeit über spezifische Heilmittel war so homöopathisch angehaucht, dass sie von den Examinatoren das erste Mal zurückgewiesen wurde.

Nachdem Burnett kurze Zeit in Chester und Birkenhead praktizierte, zog es ihn 1877 nach London, wo er 23 Jahre lang eine umfangreiche Praxis ausübte. Sie soll zu den größten in London gehört haben.

Von 1879 - 85 war J.C. Burnett außerdem als Redakteur der Zeitschrift "The homoeopathic World" tätig. Bedingt durch die Arbeit in seiner Praxis gab er die Mitarbeit wieder auf, veröffentlichte aber weiterhin Bücher zu sehr unterschiedlichen homöopathischen Themen. Er starb am 02.April 1901 in seiner Praxis an einem Herzschlag.

J.C. Burnett hatte einen sehr persönlichen Schreibstil, der die Lektüre seiner Bücher zu einem Genuß macht. Andererseits beschrieb er sein homöopathisches Vorgehen z.T. so knapp, daß die Logik hinter den einzelnen Verschreibungen manchmal erst sichtbar wird, nachdem man mehrere andere seiner Bücher gelesen hat. Das Studium des Burnett´schen Homöopathie-Verständnis ist eine Bereicherung für jede Homöopathischen Praktiker.

Buchveröffentlichungen

1.

Natrium muriaticum; Heilungen mit dem gewöhnlichen Tafelsalz; 1878

2.

Gold als Heilmittel; 1879 (wurde bereits von H.Goullon übersetzt; erschienen in der Zeitschrift des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte, 1886)

3.

Über die Prophylaxe der Hasenscharte und Kiefergaumenspalte; 1880 (ist übersetzt und erscheint hoffentlich demnächst).

4.

Ecce Medicus oder Hahnemann als Mensch und Arzt und die Lehren seines Lebens; 1880 (dieses Werk ist nicht mehr erhalten).

5.

Die Heilbarkeit des Katarakts mit Medizin; 1880

6.

Venenerkrankungen; 1880

7.

Zu hoher Salzgehalt des Blutes als Ursache zu frühen Alterns und des Katarakts; 1882 (dieses Werk ist nicht mehr erhalten).

8.

Erkrankungen der Herzklappen; 1882 (dieses Werk ist nicht mehr erhalten)

9.

Erkrankungen der Haut; 1886

10.

Erkrankungen der Milz, 1887

11.

Fieber und Blutvergiftung; ihre Behandlung mit besonderer Empfehlung des Pyrogens, 1888

12.

Tumoren der Brust, 1888

13.

Der Katarakt, sein Wesen, seine Ursachen und seine Heilung; 1889

14.

Bacillinum - Die neue Heilmethode der Schwindsucht mit ihrem eigenen Erreger; 1890

15.

Fisteln und ihre Heilung durch Medizin; 1890

16.

Die Lebererkrankungen; 1891

17.

Ringworm - seine konstitutionelle Natur und Heilung; 1892

18.

Vakzinose und ihre Heilung mit Thuja nebst Anmerkungen über die Homöoprophylaxe; 1892

19.

Die Heilung von Tumoren durch Arzneimittel; 1893

20.

Die Gicht und ihre Heilung; 1895

21.

Zarte, zurückgebliebene, schwächliche und im Wachstum behinderte Kinder; 1895

22.

Organerkrankungen bei Frauen; 1896

23.

Die Wechseljahre der Frauen; 1898

24.

Heilung hypertrophischer Tonsillen durch Medizin; 1901 (übersetzt, aber noch nicht verlegt)

Die farblich markierten Titel sind übersetzt und werden bei dem Verlag Müller & Steinicke verlegt.

 

Hier finden Sie eine weitergehende Biografie J.C. Burnetts von Robert Hofmann

 

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