Die Hahnemannstraße |
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liegt im Hamburger Stadtteil Winterhude Dieses Straßenschild ist einer der wenigen Anhaltspunkte dafür, daß Hahnemann für kuze Zeit in Hamburg lebte (1800 - 1801) . Es heißt, er sei mit den spröden Hanseaten nicht warm geworden. Zunächst wohnte er in der Straße Kleine Freiheit, die damals noch zu dem Vorort Altona gehörte (Parallelstraße zur Großen Freiheit / Reeperbahn). |
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Aber bereits nach wenigen Wochen zog er in die Straße Alstertwiede im Hamburger Stadtteil St. Georg. Als er nach einem Jahr in das 50 km entfernte Mölln (damals 230 Häuser groß) weitergezogen war, schrieb er in einem Brief, er müsse sich nun erst mal von dem teuren Hamburg finanziell erholen, wolle nur in begrenztem Rahmen praktizieren und sich wieder dem Übersetzen zuwenden. Die Hamburger aber nahmen die Homöopathie zunehmend als Heilmethode an. Bereits vor über 100 Jahren gab es verschiedene homöopathische Vereine (auch Laienvereine) in denen die Methode gepflegt und weiterverbreitet wurde. Es gibt Hinweise darauf, daß Homöopathen während der letzten großen Cholera-Epidemie (1892) hier viel Gutes leisteten (damals starben innerhalb von nur 6 Wochen mehr als 10.000 Menschen an der Seuche). * Mit dem Aufkommen der Bakteriologie wurde es dann auch in Hamburg stiller um die die Homöopathie. Doch inzwischen erfreut sich diese Methode wieder zunehmender Beliebtheit, was in regelmäßigen Kursen an Volkshochschulen, Elternschulen usw. ihren Ausdruck findet.
* - Vgl. Evans, Richard J.; Tod in Hamburg - Stadt, Gesellschaft und Politik in den Cholera-Jahren 1830 - 1910; Rowohlt-Verlag, 1996 - Ein Laienpraktiker namens Paasch wurde damals für seine Verdienste während der Cholera-Epidemie von 1892 von der Hamburger Bürgerschaft ( Stadtparlament der Hansestadt) ausgezeichnet. - Ein Dr. Hesse bezeichnete (1905) die Mortalität bei seiner homöopathischen Cholera-Behandlung mit ca. 20 %. (Leipziger Populäre Zeitschrift für Homöopathie, 1905, Heft 19/20, S. 155) |