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Hale-Index- Baptisia tinctoria
Baptisia tinctoria
Wilder Indigo; hat einige Aehnlichkeit mit einem
Heidelbeerstrauche, wächst in den Vereinigten Staaten auf
trocknem, unfruchtbarem Boden und erzeugt im Jul. und Aug. gelbe
Blumen.
Analoge Mittel:
Bryon., Agar., Kal. chlor., Nitr. acid., Rhus tox., Muriat. acid.,
Arsen.
Zubereitung:
Tinctur der Wurzelrinde
Anwendung:
In typhösen und gastrischen Fiebern, Meningitis
cerebrospinalis, Scharlach, Stomatitis, Diphtheritis, Strictur des
Oesophagus, Dysenterie
Wirkungssphäre:
Blut, Gefässsystem, Gefühlsnerven, innere Läsionen
bei typhösen und andern Fiebern; Schleimhaut des Darmkanals und
Plexus coeliacus
Schlaf:
- Nach 2-3stündlichem Schlafe Aufwachen mit schwierigem
Athem, eine Art Alpdrücken, mit Träumen von harter
Arbeit im Schnee, etc.
- Ungewöhnlich tiefer Schlaf, Träume von Fechten und
Streiten, wobei er stets besiegt wird
- Gefühl von Schläfrigkeit, Dummlichkeit,
Müdigkeit
- Sehr unruhig nach Mitternacht
- Unruhige Nacht mit erschreckenden Träumen
- Unruhe bis früh 2 Uhr, dann Schlaf mit erschreckenden
Träumen
- Träumt mit Ketten über den Mund gebunden zu sein
- Heftige Schläfrigkeit und Dummlichkeit; schläft
leicht im Sitzen oder Fahren ein
- Unwiderstehliches Verlangen auf Schlaf
- Erschöpft und schläfrig nach einem leichten Essen 3
Uhr Nachmittags; musste sich legen und schlafen; nach 1 Stunde
Schlaf noch schläfrig
- Grosse Schläfrigkeit nach dem Frühstücke.
Gähnen bei der Unterhaltung
- Kann sich kaum wach erhalten
- Schlaflosigkeit bei Typhus
Fiebersymptome:
- Bei typhösen, gastrischen und biliösen Fiebern,
besonders wenn letztere einen typhösen Charakter annehmen
- Bapt. tinct. 1 Tr., 1-2 st., im 1 Stad. des typhösen
Fiebers coupirt die Krankheit in 24 St.; in den spätern
Stadien mildert das Mittel deren Heftigkeit
- Typhöse Fieber mit weiss belegter Zunge und rothen
Rändern, mit Kollern und Empfindlichkeit in der rechten Fossa
iliaca und häufigen gelben, pappigen Stühlen
(zuweilen im Wechsel mit Ars.); mit Ekel vor aller Nahrung, mit
Schlaflosigkeit
- Typhus: sie kann nicht einschlafen, weil sie sich nicht
zusammenfinden kann; ihr Kopf liegt in Stücken umher und sie
wirft sich im Bette umher, um sie zusammen zu lesen
- Thyphus: dumpfer, betäubender Kopfschmerz,
Verwirrung der Gedanken; Stupor mit Delirien; dunkles, rothes
Gesicht mit dummem Ausdrucke; inficirte Augen; belegte, braune und
trockene Zunge, besonders in der Mitte, oder trockene und rothe
Zunge; schmutziger Beschlag der Zähne; stinkender Athem;
stinkender Schweiss,; stinkende Stühle; stinkender Harn;
grosse Schwäche und nervöse Erschöpfung;
Ulcerationen; Frösteln den ganzen Tag; Hitze Nachts;
Frösteln mit Schmerzhaftigkeit des ganzen Körpers
- Gastrische Fieber: in den ersten 5 Tagen angewendet
hebt Bapt. in verhältnissmässig kurzer Zeit das Fieber
und die übrigen Beschwerden: Kopfschmerz, nächtliche
Unruhe, Uebelkeit, Verstopfung oder Durchfall
- Fieber mit wenigem oder keinem Durst
- Keine Unruhe bei dem Fieber wie bei Acon., sondern ein
halbcomatöser Zustand
- Typhöses Fieber: Frösten, unruhiger Schlaf,
Schlaflosigkeit, Delirien, halbcomatöser Zustand,
Herabrutschen im Bette mit rückwärts gebogenem Kopfe;
hat die Hoffnung auf Genesung aufgegeben und erwartet zu sterben;
häufige Schweisse; kritischer Schweiss im Gesichte und an der
Stirn; gelbliche Wangen mit einem dunkelrothen Flecke; Zunge
gelblich weiss, dick belegt, geschwürig; schmutziger Beschlag
an den Zähnen und Lippen; Aphthen im Mund; Herabhängen
des Unterkiefers; Unvermögen zu schlingen; spuckt die
Flüssigkeit wieder aus dem Munde, weil ein halber Löffel
voll Erstickung erzeugt; zeitweilig Durchfall, unwillkürliche
Stühle; Harn alkalinisch, stinkend; Schleimrasseln im Halse;
Puls 110, veränderlich und fadenförmig; Bapt. 1. heilte
- Vorigen Herbst hatten wir 3-4 Monate lang
biliös-typhöse Fieber, welche mit Frost, Schmerz im
Kopfe, im Rücken und in den Gliedern anfingen, dabei
schlechter Geschmack, stinkender Athem, traumvoller, unruhiger
Schlaf; in vielen Fällen geringe Halsentzündung; voller,
meisten langsamer Puls; Stuhlverstopfung oder zeitweilig dunkle,
stinkende Stühle; der Frost wechselt bald mit Fieber ab,
gewöhnlich mit feuchter Haut; oder Frost und Fieber
gleichzeitig mit Schmerzhaftigkeit der Muskeln; Bapt. 1. u. 2.
heilte alle Fälle
- Die biliös-remittirenden und typhösen Fieber zeigten
in der ersten Woche folgende constante Symptome: die Krankheit
fängt mit allgemeinem Frösteln an; das Frösteln
waltet anfangs über die Hitze vor; dumpfer, drückender
Stirnkopfschmerz oder über dem rechten Auge mit
Vollheitsgefühl in den Augen und Schwere der Lider; Puls
gewöhnlich voll und weich; Schlaf am besten den ersten Theil
der Nacht, nachher Unruhe mit erschreckenden Träumen oder
Träumen von harter Arbeit; und folgende 4 Symptomengruppen:
- 1) etwas Schmerzhaftigkeit des Körpers; Unruhe Nachts;
Zunge feucht, gelblich belegt; geringe Uebelkeit, viel Kollern
in den Gedärmen, Stuhlverstopfung; Harn dunkel und gering;
Puls 88-96, Thermometer nie über 100;
Ermüdungsgefühl in den Gliedern.
- 2) Kopfschmerz bis in das Hinterhaupt; der Kopf fühlt
sich gross und schwer; Zunge gräulich, feucht und zuweilen
mit Eindrücken; Uebelkeit und zeitweilig Erbrechen oder
dumpfe Schwere und Unbehagen im Epigastrium; bedeutende
Empfindlichkeit über den Bauch, in der Lebergegend und
durch die ganze Unterleibshöhle hindurch mit zuweilen
dunklen, zuweilen stinkenden Stühlen; Harn dunkel,
zuweilen Brennen mit Dysurie; Puls 76-100; Thermometer nicht
über 100; die Lieder schwer und von Ermüdung
schmerzend.
- 3) Allgemeine Schmerzhaftigkeit des Körpers; Unruhe;
Haut heiss und doch hat der Kranke Kälteüberlaufen
über den ganzen Körper; keine oder nur geringe
Delirien; Kopfschmerz schlimmer bei Bewegung und Geräusch;
Schmerzhaftigkeit der Augäpfel mit Brennen und
Thränen; Zunge trocken, bräunlich, wund wie
verbrannt, oder anfangs weiss mit sichtbaren Papillen, nachher
bräunlich belegt; etwas Schmerzhaftigkeit des Halses;
Unbehagen und Schmerz im Epigastrium und der Nabelgegend mit
bedeutender Empfindlichkeit; Tympanites; wässrige, dunkle,
gelbe Stühle; Puls 104-120; Thermometer 101-104;
- 4) klopfender Schmerz über die Stirne mit heftigem
Schmerz in der Lumbargegend, wie es scheit im Wechsel mit
dumpfem Leibschmerz und Schweregefühl daselbst; Kollern;
anfangs Stuhlverstopfung, nachher dunkler Durchfall; Zunge
weiss; Puls 96-104; Thermometer 101-103.
- Scharlachfieber mit typhösen Symptomen
- Puerperalfieber mit typhösen Symptomen
Gemüt und Sensorium:
- Schwindel, Gedankenverwirrung und ein schwimmendes Gefühl
im Kopfe
- Eigenthümliches Gefühl im Kopfe, wie man es
blos während eines Fiebers hat, eine Aufregung des Gehirns,
wie es Delirien vorhergeht
- Schmerzhaftigkeit des Gehirns in der Stirn, mit Schmerz, Hitze
und Schwindel, schlimmer beim Bücken
- Mehrere Tage lang nächtliche Unruhe, erschreckende
Träume, Trübsinn und Niedergeschlagenheit
- Abneigung und Unvermögen zu denken; unglücklich;
geistesschwach
Kopfschmerz:
- Drückender Schmerz in der Stirn, als ob sie
hineingedrückt würde, mit heftigem schmerz in beiden
Schläfen, durch Bewegung sehr verschlimmert
- Grosse Gespanntheit der Haut an der Stirn; es ist, als ob sie
nach dem Hinterkopfe gezogen würde, mit Schmerz im rechten
Auge und drückendem Schmerz in der rechten Schläfe
- Heftiger Schmerz in beiden Schläfen
- Dummlichkeit im Hinterkopfe mit Schmerz und Vollheit der
Blutgefässe
- Heftiger Schmerz im Hinterkopfe mit Dummlichkeit über den
ganzen Kopf und heftiger Schmerz über den Augen
- Schmerz im Hinterkopfe anfangend und sich bis zum Scheitel und
er Stirn erstreckend
- Dumpfer drückender Schmerz im Kopfe mit
Schweregefühl desselben, durch Bewegung sehr verschlimmert
- Kopfschmerz vor und während typhöser Fieber und
Cerebrospinalmeningitis, und von Gehirnerschöpfung
- Der Kopf wie zu gross und zu schwer, mit Taubheitsgefühl
des Kopfes und Gesichtes
- Das Gehirn wie taub, mit Stichen oder Erschütterungen in
verschiedenen Theilen des Kopfes
- Tag und Nacht der Kopf schwer, kaum das Aufsitzen erlaubend
und ein Gefühl von Wildheit erregend, schlimmer durch
Geräusch
- Seit 6 Wochen heftiger Schmerz in der rechten Seite des
Kopfes und Gesichtes vom Ohre bis in die Zähne; Kopf, Zunge
und Lippen wie zu gross; Schwere der Augenlider; Verlangen die
Augen halb zu schliessen; grosse Mengen schlecht schmeckenden,
zähen Speichels; Bapt. heilte innerhalb 24 Stunden
- Schmerz in der rechten Seite des Kopfes, Klopfen über dem
rechten Auge bis in die Schläfe, Kiefer, Zähne und Nase;
der Kopf wie zu gross und die Augenlider schwer; Augenthränen
und Schnupfen; Menses zu reichlich und alle 2 Wochen; Bapt. heilt
schnell den Schmerz und regulirte die Menses
Augen:
- Gefühl, als ob die Augen in den Kopf gedrückt
würden, mit bedeutenden Gesichtsstörungen; muss erst
einige Augenblicke die Gegenstände ansehen, ehe er ihre
Entfernungen und Lage abmessen kann
- Schwindel mit Gefühl von Lähmung der Lider; Beissen
und Schmerzen in den Augen
- Schwere der Lider
- Die Augen fühlen sich aufgedunsen; sie glänzen
ungewöhnlich; Neigung sie halb zu schliessen;
Schmerzhaftigkeit im Vorderkopfe beim Bewegen der Augen oder beim
Aufrichten derselben; Schmerzhaftigkeit der Augäpfel, die
Augen fühlen sich geschwollen und brennen, mit geringem
Thränen; Congestion der Blutgefässe; die Augen sehen
roth und entzündet aus
Ohren:
- Taubheit oder Schwerhörigkeit, während des
Typhus
- Ohrensausen mit Gedankenverwirrung
Nase:
- Absonderung dicken Schleimes aus der Nase
- Heftige ziehende Schmerzen längs der Nase
- Schnupfen mit dumpfen Schmerz an der Nasenwurzel
Angesicht:
- Brennender Hitze im Gesichte; Gesicht geröthet und heiss;
die äussern Blutgefässe des Gesichts erweitert und voll,
Hitzeüberlaufen über das Gesicht, welches roth und sehr
heiss ist; die Backen brennen
Mund:
- Die Zunge fühlt sich, als ob sie geschabt worden
wäre
- Die Zunge der Mitte entlang gelb belegt, mit schalem,
bitterem Mundgeschmacke
- Die Zunge fühlt sich trocken beim Reiben gegen das
Dach der Mundhöhle, sie brennt und ist wie verbrannt
- Zunge weiss belegt mit rothen, hervorragenden Papillen,
nachher in der Mitt4e gelblich braun belegt, die Ränder roth
und glänzend
- Zunge wie geschwollen, dick mit Taubheitsgefühl
- Profuser Speichelfluss mit Geschwüren im Munde
- Viel zäher Speichel mit schalem oder garstigem Geschmacke
- Zähne und Zahnfleisch fühlen sich wund mit
Aussickern von Blut aus dem Zahnfleische
- Grosse Trockenheit des Mundes und der Zunge in Fiebern
- Chronisch, merkurielle Mundgeschwüre mit stinkendem
Athem
- Stomatitis schwacher, stillender Frauen mit stinkendem Athem
- Geschwüre im Munde und Rachen in der Diphtheritis und
Blattern, mit Mundgestank (innerlich und äußerlich)
- Aphthen im Munde, besonders chronische, welche sich vom
Munde aus durch den ganzen Darmkanal erstrecken, dabei
wässriger Durchfall und Erbrechen
- Mundgeschwüre bei kleinen Kindern und
Schwindsüchtigen
Hals:
- Schmerzhaftigkeit des Halses mit Kratzen und Brennen
- Rohheitsgefühl im Pharynx mit vielem, zähem Schleime
- Zusammenschnürungsgefühl im Halse mit häufigem
Verlangen zu schlingen
- Prickeln im obern Theile des Pharynx
- Der Hals wie geschwollen und voll, Tonsillen und weicher
Gaumen inficirt, Schmerz in der Zungenwurzel beim Schlingen
- Die Trockenheit des Mundes und der Zunge erstreckt sich bis in
den Hals
- Angina mit Anschwellung, aber ungewöhnlicher
Abwesenheit von Schmerz
- Diphtheritis mit stinkendem Athem, Ulceration des Halses
und grosser Erschöpfung
- Syphilitische Halserntzündung
- Heftige Halsenzündung mit hochrother Farbe der
entzündeten Theile, Heiserkeit, profuser Anhäufung
zähen Speichels im Munde; Schlingen unmöglich,
Unvermögen zu sprechen, Schmerz in den Kiefergelenken,
Starrheit in den Kiefermuskeln, da Oeffnen des Mundes
verhindernd
- Diphtheritis: heftige Knochenschmerzen,
Vollheitsgefühl im Halse und Kopfe; Gehirn wie wund und
sehr schmerzhaft bei Bewegung. Jucken und Trockenheit hinter der
Uvula. Kein Halsweh beim Schlingen. Haut trocken und heiss,
Stupor, kein Durst
- Scheint besonders in solchen Fällen von Diphtheritis
zu passen, wo wenig Schmerz zugegen, was häufig die
gefährlichsten Fälle sind: Grosses
Vollheitsgefühl und (ödematöse) Anschwellung der
Theile, wobei hauptsächlich die hintern Nasenöffnungen
afficirt sind, und wenig Schmerz oder Schmerzhaftigkeit in den
Fauces zugegen ist. Kein Durst, kein Appetit
- Atrictura Oesophagi gerade hinter dem Larynx;
Unmöglichkeit etwas Anderes als Flüssiges zu
schlingen, grosse Abneigung gegen freie Luft
Gastrische Zufälle und Magen:
- Schwächegefühl im Magen
- Neigung zu erbrechen ohne Uebelkeit
- Uebelkeit mit Aufstossen, nachher schmerzhaftes Erbrechen
- Uebelkeit mit Appetitmangel und beständiges Verlangen auf
Wasser
- Grosse Unbehaglichkeit im Magen, alle Augenblicke heftige
Schmerzen in der Gegend der Cardia
- Dumpfer Schmerz im Epigastrium, häufig wiederkehrend und
verschlimmert durch Umdrehen oder Gehen
- Gefühl, als ob etwas Hartes im Magen wäre
- Stechender Schmerz in der Gegend der Cardia
- Dyspepsie nach Typhus mit grossem Schwächegefühle
im Magen, häufigen Ohnmachten und brauner Zunge früh
Hypochondrien:
- Heftige Anfälle von biliöser Kolik mit
nachfolgender Gelbsucht, wahrscheinlich in Folge von
Gallensteinen die Leber härter, so dass man ihre Ränder
deutlich durch die Bauchdecken fühlt; vor den Anfällen
Niedergeschlagenheit, Appetitverlust, Kopf dumpf schmerzend und
schwer; Schläfigkeit am Tage, Nachts Unruhe, Erbrechen
saurer, bitterer Flüssigkeit; Magen und Leib aufgetrieben;
gelbe Hautfarbe. Im Anfalle heftig ziehender, nicht
beständiger Schmerz im rechten Epigastrium und der
Nabelgegend, nicht verschlimmert durch Druck; er muss sich
beständig vorwärts lehnen und herum bewegen, obgleich
Bewegung schmerzhaft ist; Puls 65, klein; Glieder kalt; die Zunge
hat einen dreieckigen Ueberzug in der Mitte; Stuhlverstopfung;
Harn gering, dunkelgelb; der Anfall dauert schon 3-4 Tage; Nux
etc. erfolglos. Bapt. 2. half sofort und ohne dass nachher die
gewöhnliche Gelbsucht auftrat
- Beständiger, dumpfer Schmerz in der Gegend er
Gallenblase; der Schmerz erstreckt sich bis zum Rückgrate
- Schmerz in der Lebergegend; Schmerz in der Leber
- Congestion der Leber im typhösen Fieber
Bauch:
- Beständiger Schmerz im rechten Hypochondrium mit
heftigen, schiessenden Schmerzen im Bauche
- Heftige Kolik in der Nabelgegend und den Hypochondern, alle
Augenblicke, mit Kollern und Verlangen nach Stuhl
- Bei Druck Schmerz im Bauche mit dumpfem Schmerze in der
Lumbargegend, beim zu Bette gehen
- Vollheit im Bauche mit Kollern und Durchfall
- Schmerz im Hypogastrium mit Schmerzhaftigkeit der
Bauchmuskeln, wie nach Erkältung oder nach heftigem Husten
- Auftreibung des Bauches mit Kollern und dem Gefühle,
als ob Erbrechen Erleichterung bringen würde
- Die kleinen und grossen Gedärme mit blutigem Schleime
gefüllt (bei einer Katze)
- Abdominaltyphus mit Ulceration der Gedärme
- Enteritis
Stuhl und After:
- Bapt. in grossen Gaben ist ein starkes Abführmittel
- Die Stühle sind meistens dunkel, stinkend, schleimig,
blutig
- Erbrechen und dunkle Durchfallsstühle
- Kollern im Bauche mit Verlangen nach Stuhl; weiche, breiige
Stühle mit viel Schleim
- Heftige Stuhlverstopfung und Hämorrhoiden nach dem
Durchfalle
- Häufige, kleine, stinkende, scharfe Stühle
- Dysenterie mit stinkenden, blutigen Ausleerungen
- Dysenterie nach Entbindung, mit heftiger Kolik im
Hypogastrium vor dem Stuhle; mit heftigem Tenesmus; die
Stühle enthalten reines Blut mit wenig Schleim und kommen
alle 5 Minuten
- Dysenterie mit blutigen, schleimigen Stühlen, Kolik,
braunem Zungenbeleg, geringem Fieber
- Herbstruhr mit Neigung typhös zu werden
Harnorgane:
- Harn dunkelroth und nicht sehr reichlich mit Brennen beim
Harnen
- Schiessende Schmerzen in der linken Nierengegend
Weibliche Theile:
- Menses zu zeitig und zu profus
- Soll Abortus erzeugen
- Stinkende Lochien mit grosser Erschöpfung
- Drohender Abortus im typhösen Fieber
- Scharfer, stinkender Weissfluss mit Ulcerat. des Os uteri
und der Vagina, und grosser Schwäche
Luftröhre und Husten:
- Heiserkeit, selbst völlige Stimmlosigkeit
- Kitzel im Halse, zum Husten reizend
- Laryngismus stridulus, viele Fälle schnell geheilt
- Spasmodischer Husten
- Grippe: Vollheitsgefühl und Schwere im Kopfe und
Gehirn schmerzhaft; Gefühl von Vollheit im Halse und den
hinteren Nasenöffnungen; kein Halsweh, aber ein Gefühl
von Trockenheit und Kratzen hinter der Uvula; Uvula sehr
verlängert und vergrössert, wie ein mit Serum
gefüllter Sack aussehend; auch an der Wurzel der Uvula und
den Gaumenbogen waren die Theile mit Serum gefüllt; Zunge
dünn gelb belegt; Schlaf gut, Gesichtsfarbe gelb, sehr
biliöses Temperament
Brust und Athem:
- Schwieriges Athmen
- Asthma
- Schwieriges Athmen; die Lungen wie eng und zusammengepresst ;
kann nicht tief athmen
- Brustbeklemmung; Gefühl von Kraftmangel in den Lungen,
wie in einem Fieber
- Zusammenschnürung und Druck auf der Brust
- Erwachte mit grosser Athemnoth; die Lungen wie eng und
zusammengepresst; konnte nicht tief athmen und fühlte sich
genöthigt eine Fenster zu öffnen, damit an das Gesicht
frische Luft komme
- Dyspnöe in den spätern Stadien des typhösen
Fiebers
- Behindertes Athmen; heftiger Schmerz beim Tiefathmen, Klopfen
des Herzens, so dass es deutlich gehört wird
- Verstärkter und häufigerer Herzschlag, er scheint
sich über die ganze Brust zu erstrecken
Rücken und Kreuz:
- Dumpfer Schmerz mit Schweregefühl in der Lumbargegend,
durch Gehen sehr verschlimmert
- Rücken und Hüften sind sehr steif und schmerzen
heftig
- Frost den Rücken hinauf und herunter, als ob eine
Intermittens kommen sollte
- Dumpfer Schmerz mit Schwere in der Lumbargegend beim zu Bette
gehen, Hitzeüberlaufen vom Kreuz aus nach allen Richtungen
Oberglieder:
- Steifigkeit der Gelenke wie nach Verrenkung, Zucken im linken
Deltamuskel und Latissimus dorsi
- Schmerzhaftigkeit der Halsmuskeln, Muskelschwäche,
Ermüdungsgefühl im rechten Arme und Schulter
Unterglieder:
- Dumpfer, ziehender Schmerz in der rechten Leistengegend und im
Testikel, auch in den Beinen und Kniegelenken
- Brennende Hitze der Füsse mit Gefühl von
Pulsation
- Dumpfer Schmerz im Sacrum bis herum in die Hüften und
hinab in das rechte Bein
- Die Glieder sind heiss mit Ausnahme der Füsse, welche
kalt sind
- Krämpfe in den Waden beim Gehen
- Schmerz in den Gliedern, Hitze und Brennen der Unterglieder so
heftig, dass er fast die ganze Nacht nicht schlafen kann.
__________
Quelle:
EDWIN M. HALE´S NEUE AMERIKANISCHE HEILMITTEL; LEIPZIG, 1873