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Ein Fall von Tuberkulose, hauptsächlich durch Tuberkulin (Heath) geheilt. Von Dr. John Henry Clarke, Arzt am homöopathischen Krankenhaus in London
James K., 40 J, wurde am 17. Oktober 1892 im homöopathischen Krankenhaus in London aufgenommen. In seiner Familie war keine Schwindsucht vorgekommen. die gegenwärtige Krankheit des Patienten entwickelte sich nach einer Influenza, die 3 Jahre zurück liegt. Danach traten Husten, Auswurf, Nachtschweiße und Abmagerung auf. Diese Symptome hielten ein Jahr lang an, während er zunehmend schwächer wurde, bis er kaum noch das Bett verlassen konnte. Damals war er im sechs Wochen im North London Hospital; aber in den darauf folgenden sechs Wochen trat schnell eine Verschlimmerung ein. Während dieser Zeit hatte er 2 heftige Anfälle von Hämoptoe. Beim Eintritt in das Krankenhaus war er abgemagert, litt an Dyspnoe und Appetitlosigkeit. Er hatte einen kurzen, reizenden Husten mit nur wenig Auswurf, aber das Sputum enthielt Tuberkel-Bazillen. Über der rechten Lungenspitze zeigte die Perkussion das Geräusch des gesprungenen Topfes, die Auskultation bronchiales Atmen und reichliches rauhes Crepitieren. In der Regio infraclavicularis bestand etwas Dämpfung mit verlängerter Expiration; hinten hörte man verlängerte Expiration und Crepitiren über die ganze Lunge. Auf der linken Lungenspitze war ebenfalls eine verlängerte Expiration zu hören. Die Herztöne waren klar; Puls 110. Der Patient klagte über ein Schweregefühl auf der rechten Brustseite, über Schlaflosigkeit, Husten und besonders über Obstipation. Am 9. November, er klagte noch immer über dieses Druckgefühl, bekam er Tuberkulinum (Heath) C100 dil. 3 Tropfen auf die Zunge. Nach einer Woche wurde die Gabe wiederholt. Am 20. November konnte eine Gewichtszunahme von 1, 25 Pfund konstatiert werden; das Druckgefühl auf der Brust war geringer geworden; er hatte sehr wenig Husten, keinen Auswurf, keine Nachtschweisse, war aber von Flatulenz stark belästigt. Tuberkulinum wurde am 30. November wiederholt, und ebenso am 10. Dezember; zu diesem Zeitpunkt hatte er wiederum 1,5 Pfund an Gewicht zugenommen. 19. November: Der Patient klagte über Schmerzen in den Gelenken (die aber nicht geschwollen waren); Schweisse und Husten waren wieder aufgetreten, er hatte weißen, schaumigen Auswurf. Unter Mercurius C12 verschwanden die rheumatischen Symptome. Am 4. und 25. Januar wurde Tuberkulin wiederholt. Am 2. Februar wurde notiert, daß er seit dem 18. Januar 4,5 Pfund zugenommen hatte; Husten war nicht da, er fühlte sich ganz wohl. An der rechten Lungenspitze war ein expiratorisches Murmeln wahrnehmbar, sowie vermehrter Fremitus vocalis und erhöhte Resonanz; an der linken Lungenspitze aber kein physikalisches Zeichen.
(The Journal of the British Homoeopathic Society, Juli 1893) |
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