|
Über die Behandlung der Malaria* schreibt ein Anhänger der Homöopathie aus Surinam:
Eucalyptus globulus C1, Arsenicum album C3, Chininum arsenicosum C3 und Chelone glabra Urtinktur sind die von mir erprobten Mittel gegen das Malariafieber. Mit Vorliebe habe ich Eucalyptus globulus gebraucht, sodaß Erscheinungen von Fieber auftraten, und zwar mit Erfolg. Chelone glabra habe ich vor zwei Jahren erprobt, als sich mit dem Fieber Symptome von galligem Erbrechen einstellten. Ich bemerkte hierbei, daß die hiesigen Aerzte die Kranken niemals nach dem Stuhle fragen, was gerade bei Malariafieber eine große Rolle spielt, und nur Chinin geben. Ich bin zehn Jahre in den Tropen und fühle mich wohl und munter. Die Malaria-Anfälle habe ich dreimal gehabt. Da ich jedoch mit deren Symptomen vertraut bin, beuge ich bei ihrem Auftreten sofort mit Eucalyptus vor, so daß das Fieber am nächsten Tag wieder verschwunden ist. Im übrigen glaube ich an die Malaria-Mosquitos nicht, denn nach meiner Ansicht entsteht auch diese Krankheit aus Störungen des Magens. Ich trinke nur filtriertes Regenwasser, wo immer ich auch bin; niemals Buschwasser, was, wie ich hier an den Kulis erfahren habe, sofort Malariafieber hervorruft, da es die Verdauungsstörungen verursacht.
*Artikel erschien in der "Leipziger Populäre Zeitschrift für Homöopathie", 1906, Heft 11+12, S.90 |