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Prüfet alles, und das Beste behaltet.Von Dr. Ed. G. Jones, Buffalo, N.Y. (Schluß.) Wenn Kinder Masern oder Scharlachfieber gehabt haben, so bleibt die Haut sehr empfindlich gegen kalte Luft und sie erkälten sich leicht. Das angezeigte Mittel ist Hepar sullur. D 6, 1 Tabl. dreimal täglich. Ich habe von einigen verzweifelten Fällen von Lungenentzündung erfahren, die der gewöhnlichen Behandlung nicht wichen und auf Jodum D 4, in Gaben von 10 Tropfen stündlich heilten. Die Atembeklemmung, die Angst und der Schmerz vermindern sich, der Husten wird leichter und das Fieber nimmt ab. Bei Magengeschwür ist der Schmerz zuerst dumpf, und dann haben wir einen lanzierenden Schmerz, welcher während des Verdauungsvorganges anhält. Nach einiger Zeit entwickelt sich ein Schmerz, der seinen Sitz im achten oder neunten Rückenwirbel hat. Dieser Schmerz ist einem vorgerückten Magengeschwür eigen. Wenn man einen Patienten hat, der nach sauren, scharfen Sachen, stark gewürzter Speise verlangt und einen Ekel vor fetten speisen hat, so ist Hepar sulf. D6 das angezeigte Mittel. 1 Tablette dreimal täglich. Wenn in den letzten zwei Schwangerschaftsmonaten im Urin Eiweiß gefunden wird, gebe man Eupatorium purpureum dil. D 2, 10 Tropfen drei mal täglich. Es wird den Urin vom Eiweiß klären. Wenn sich jemand eine Erkältung zugezogen hat und es scheint, daß sich das Übel in den Nieren festgesetzt hat, mit Schmerz im Rücken, mehr oder weniger Unterdrückung des Urins, Schmerz und Brennen beim Urinieren, möge man das genannte Mittel Eupatorium purpureum dil. D 2, 10 Tropfen alle zwei Stunden gebrauchen. Der gewöhnliche Namen desselben ist Queen of Meadom, "Wiesenkönigin", bei uns "Roter Wasserhanf". Die purpurrote Blume ist in Neu-England heimisch. Die medizinischen Eigenschaften der Bäume, Pflanzen und Blumen unseres Landes kennen zu lernen, hat für mich immer einen eigenen Reiz gehabt. Ich habe zu meiner Zeit alle Bücher studiert, die ich über, medizinische Pflanzenkunde finden konnte, und es ist für mich ein interessantes nützliches Studium gewesen. Es ist eine interessante Tatsache, daß es in gewissen Teilen uns Landes dem betreffenden Klima eigentümliche Krankheiten gibt. In jenem Teile des Landes kann man pflanzliche Heilmittel finden, die von einem allwissenden Schöpfer für die Heilung dieser Krankheiten vorgesehen sind. So können wir denn sagen, daß Gott in seiner Weisheit die Mittel für die Krankheiten geschaffen hat, die uns arme Sterbliche heimsuchen. Eine Kenntnis der medizinischen Eigenschaften jener pflanzlichen Heilmittel würde ein großer Segen für die Menschheit sein. Einige der besten Kuren, die ich je gemacht habe, wurden mit einfachen pflanzlichen Mitteln vollbracht.
______________ Der Artikel erschien in: Leipziger Populäre Zeitschrift für Homöopathie; 55. Jahrgang, 1924, Heft 1, Seiten 6 - 7. |