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Das Marfan-Syndrom

wurde früher auch Arachnodaktylie (Spinnenfingrigkeit) genannt.

Die Gliedmaßen, insbesondere die Finger sind abnorm lang und dünn. Der Rumpf ist asthenisch. Fettpolster fehlen oder sind mangelhaft entwickelt. Die Muskulatur ist wenig entwickelt, der Bandapparat ist schlaff, die Gelenke entsprechend stark überstreckbar. Im Bereich der Wirbelsäule finden sich Kyphosen und Skoliosen. Störungen des Knorpelwachstums wird in verschiedenen Bereichen sichtbar. Mißbildungen des äußeren Ohres, der Augenlinse, des Auges und die Ausbildung einer Trichterbrust sind meist beobachtbar.

Bei der abgebildeten Familie fanden sich neben dem verlängerten Wachstum von Fingern, Armen und Beinen durchgehend Verkrümmungen der Wirbelsäule, Deformationen des Thorax, sowie Luxationen der Augenlinsen.

Marfan-Syndrom

Quelle:

Die Abbildung stammt aus: Archiv f. Augenheilkunde, Band 104, 1931, S. 16; Verlag Bergmann, München

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