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James Compton Burnett wurde als Sohn eines Großgrundbesitzers in Redlynch / Wiltshire (im Süden Englands) geboren. Zur Schule ging er in England und Frankreich und studierte Philologie. Den so gewonnenen Sprachkenntnissen verdankt er seine Vertrautheit mit der deutschen und französischen homöopathischen Literatur.
Später studierte er Medizin (u.a. in Wien) und widmete sich dabei besonders der Anatomie.
Als ein Professor, bei dem er ein glänzendes anatomisches Examen bestanden hatte, ihn von seinem Entschluss, Homöopath zu werden, abbringen wollte, indem er die Überzeugung aussprach, dass ihm alle Ehren in der medizinischen Welt zufallen würden, antwortete er: Er könne sein Gewissen nicht für weltliche Ehren verkaufen.
1869 ging er nach Glasgow, wo er 1876 den Doktortitel erwarb. Seine Doktorarbeit über spezifische Heilmittel war so homöopathisch angehaucht, dass sie von den Examinatoren das erste Mal zurückgewiesen wurde.
Nachdem Burnett kurze Zeit in Chester und Birkenhead praktizierte, zog es ihn 1877 nach London, wo er 23 Jahre lang eine umfangreiche Praxis ausübte. Sie soll zu den größten in London gehört haben.
Von 1879 - 85 war J.C. Burnett außerdem als Redakteur der Zeitschrift "The homoeopathic World" tätig. Bedingt durch die Arbeit in seiner Praxis gab er die Mitarbeit wieder auf, veröffentlichte aber weiterhin Bücher zu sehr unterschiedlichen homöopathischen Themen. Er starb am 02.April 1901 in seiner Praxis an einem Herzschlag.
J.C. Burnett hatte einen sehr persönlichen Schreibstil, der die Lektüre seiner Bücher zu einem Genuß macht. Andererseits beschrieb er sein homöopathisches Vorgehen z.T. so knapp, daß die Logik hinter den einzelnen Verschreibungen manchmal erst sichtbar wird, nachdem man mehrere andere seiner Bücher gelesen hat. Das Studium des Burnett´schen Homöopathie-Verständnis ist eine Bereicherung für jede Homöopathischen Praktiker.
Buchveröffentlichungen
- Natrium muriaticum; Heilungen mit dem gewöhnlichen Tafelsalz; 1878
- Gold als Heilmittel; 1879 (wurde bereits von H.Goullon übersetzt; erschienen in der Zeitschrift des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte, 1886)
- Über die Prophylaxe der Hasenscharte und Kiefergaumenspalte; 1880
- Ecce Medicus oder Hahnemann als Mensch und Arzt und die Lehren seines Lebens; 1880 (dieses Werk ist nicht mehr erhalten).
- Die Heilbarkeit des Katarakts mit Medizin; 1880
- Venenerkrankungen; 1880
- Zu hoher Salzgehalt des Blutes als Ursache zu frühen Alterns und des Katarakts; 1882 (dieses Werk ist nicht mehr erhalten).
- Erkrankungen der Herzklappen; 1882 (dieses Werk ist nicht mehr erhalten)
- Erkrankungen der Haut; 1886
- Erkrankungen der Milz, 1887
- Fieber und Blutvergiftung; ihre Behandlung mit besonderer Empfehlung des Pyrogens, 1888
- Tumoren der Brust, 1888
- Der Katarakt, sein Wesen, seine Ursachen und seine Heilung; 1889
- Bacillinum - Die neue Heilmethode der Schwindsucht mit ihrem eigenen Erreger; 1890
- Fisteln und ihre Heilung durch Medizin; 1890
- Die Lebererkrankungen; 1891
- Ringworm - seine konstitutionelle Natur und Heilung; 1892
- Vakzinose und ihre Heilung mit Thuja nebst Anmerkungen über die Homöoprophylaxe; 1892
- Die Heilung von Tumoren durch Arzneimittel; 1893
- Die Gicht und ihre Heilung; 1895
- Zarte, zurückgebliebene, schwächliche und im Wachstum behinderte Kinder; 1895
- Organerkrankungen bei Frauen; 1896
- Die Wechseljahre der Frauen; 1898
- Heilung hypertrophischer Tonsillen durch Medizin; 1901
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James Compton Burnett
1840 - 1901